Die Reformationsfahrt führt Sie heute in die mittelalterliche Bergbaustadt Freiberg, die u.a. für ihren Dom mit Silbermannorgel berühmt ist. Zum Reformationstag und 350. Todesjahr von Giuseppe Peranda werden Stücke von Heinrich Schütz und Giuseppe Peranda vom Ensemble La Rubina und Instrumenta Musica und der Gesamtleitung von Ercole Nisini im Freiberger Dom aufgeführt. Die musikalische Nähe zwischen Schütz, einem bedeutenden deutschen Komponisten der frühen Barockzeit, und Peranda, einem italienischen Komponisten, der in Deutschland tätig war, wird musikalisch beleuchtet und zeigt den Einfluss der italienischen und deutschen Stile im 17. Jahrhundert. Beide waren am Dresdner Hof aktiv, wo sie die Entwicklung der Kirchenmusik maßgeblich prägten.
Peranda (ca. 1625–1675) brachte den italienischen Stil nach Dresden und setzte ihn in der sakralen Musik um, was die Traditionen von Schütz, der eher den deutschen Stil repräsentierte, ergänzte. Peranda war zunächst als Sänger und später als Kapellmeister in Dresden tätig. Seine Werke, wie die Markus-Passion (1668), zeigen den Übergang von den älteren polyphonen Stilen hin zu einem neuen, dramatischeren Ansatz in der Kirchenmusik. Schütz hingegen war bekannt für seine strengere, lutherische Polyphonie und seine Geistlichen Konzerte.
Nach dem Konzert besuchen Sie – passend zur gehörten Musik – den mittelalterlich und urigen gemütlichen „Pfeffersack“ in Freiberg zum Abendessen. Ein kurzer Spaziergang durch das mittelalterliche Freiberg rundet den Reformationstag ab.
Inklusive Leistungen
Busabfahrt
14.45 Uhr Strehlener Straße
Preis pro Person: 79 €